Agent unbekannt: Was agentisches Banking ist, und was die Branche jetzt entscheiden muss
Leitfrage: Ab wann ist ein Agent ein Agent, und was muss eine Bank heute entscheiden, damit sie 2030 noch selbst entscheidet?
Kaum ein Begriff wird so oft benutzt und so selten erklärt. Der Chatbot heißt inzwischen Agent, der Co-Pilot im Outlook auch. Dabei liegt zwischen einer Maschine, die zusammenfasst, und einer, die ein Ziel bekommt und im Namen der Bank handelt, der ganze Unterschied. Die Branche steht am Anfang: 80 Prozent der Finanzdienstleister stecken im Pilot, zehn Prozent haben Agenten im Betrieb, und fast jedes zweite Haus schafft gerade Stellen, die sie beaufsichtigen sollen. Dieses Gespräch sortiert erst und zoomt dann heraus: Was passiert mit einer Branche, in der Agenten Kreditanträge bearbeiten, Betrug erkennen und Kundengespräche führen, und was, wenn die Agenten der Kundinnen und Kunden irgendwann mit den Agenten der Bank verhandeln? Wo müssen Banken jetzt die Stellschrauben drehen, beim Bauen oder Kaufen, bei den Daten, bei der Frage, was Mitarbeitende dürfen? Und was wird in zwei Jahren wichtig sein, worüber heute noch niemand spricht? Eine Landesbank mit eigenem KI-Assistenten hat die ersten dieser Fragen beantwortet. Was sie gelernt hat, und wohin die Reise für alle geht.